Kleine Klassen, gutes Schulklima, motivierte Lehrer: Sabel-Schule Saalfeld wächst und feiert

Kleine Klassen, gutes Schulklima, motivierte Lehrer: Sabel-Schule Saalfeld wächst und feiert

Saalfeld, 10. Juli 2015

Sommerfest

Foto: Thomas Spanier

Tanita Petereit aus der 8. Klasse zeigt dem Publikum einen Ausdruckstanz. Jede Klasse leistete mindestens einen Beitrag zum Programm des Sommerfestes.

Saalfeld. Schulleiterin Doreen Hänsel schaut immer mal wieder skeptisch zum Himmel. Seit 2010 ist die an der Schule, seit Februar dieses Jahres als Chefin. Für das Sommerfest sei schwer ein anderer Termin zu finden – zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen, vor den Sommerferien. Am Ende geht ­alles gut, das Wetter hält. Weitgehend.

Die Schule an der Kulm­bacher Straße, die sich bald nach der Wende gegründet hat, hat bereits eine ganze Menge ­privater Bildungseinrichtungen überlebt. Dazu braucht es Ideen, Kreativität und Herzblut, die die Sabelianer immer wieder an den Tag legen.

Vor zwei Jahren begab man sich mit der Unterstufe und einer Mini-Ersten-Klasse auf neues Terrain. Ende August wird man schon zum dritten Mal Erstklässler begrüßen. 17 oder 18 werden es werden. Zwölf davon wurden beim Sommerfest bereits freundlich begrüßt und lernten bei der Gelegenheit ihre künftige Klassenlehrerin Yvonne Rösler – sie wird auch pädagogische Leiterin des Grundschulbereichs – und ihre Horterzieherin kennen.

Ebenfalls neu ist seit wenigen Jahren das Konzept der „Freien Gemeinschaftsschule als Wirtschaftsschule“. Während die „Neuner“ und „Zehner“ noch nach Regelschulregularien lernen und ihre schulische Ausbildung danach zum Teil am Beruflichen Gymnasium fortsetzen, gilt für die fünfte bis achte Klasse bereits das Prinzip der Gemeinschaftsschule, die auf längeres gemeinsames Lernen zielt. Theoretisch können sie bis zum Abitur an der Sabel-Schule zusammen bleiben.

Derzeit werden an der Schule 152 Schüler von etwa 20 Lehrern unterrichtet. Aktuell gibt es keine dritte und vierte Klasse, dafür zwei sechste. Der Rest ist einzügig.

Das Sommerfest wartete mit einem bunten Programm auf der Bühne und verschiedenen Ständen im Hof und im Schulhaus auf. „Alle Klassen haben ihre Stände und Auftritte selbst geplant“, sagt Steffi Kracik, die das Fest organisiert hat und neben ihrer Arbeit als Lehrerin in den Wirtschaftsfächern für das Schulmarketing zuständig ist.

Das Spektrum der Aufführungen reichte von Liedern und Tänzen über Theater und Instrumentalstücke bis zum Zirkus. Vereine aus Saalfeld und Umgebung sowie die Bundeswehr hatten Stände aufgebaut. Ein Anziehungspunkt war das Ponyreiten.