Girls Power am GIRLS DAY 
– oder das Gerücht, dass sich Mädchen nicht für Technik und IT interessieren

Girls Power am GIRLS DAY 
– oder das Gerücht, dass sich Mädchen nicht für Technik und IT interessieren

, 2. Mai 2016

Im Laufe des Vormittags entwickelten sie nicht nur eine eigene App fürs Handy, die sie auf ihrem Android-Smartphone testen konnten, sie lernten auch, einen PC in nur acht Schritten zusammenzubauen, der am Schluss einwandfrei funktionierte und freundlich aufzuleuchten begann. Große Begeisterung herrschte vor allem beim 3D-Druck. Beim 3D-Druck werden dreidimensionale Werkstücke schichtweise aufgebaut. Der Aufbau erfolgt computergesteuert aus den verschiedensten flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen. Angewendet wird er bei der Prototypenentwicklung im Maschinenbau beispielsweise oder bei der Luft- und Raumfahrt ja sogar in der Medizintechnik. Man erfuhr vieles, zum Teil Überraschendes. Wussten Sie schon, dass man neuerdings Gummibärchen und Schokolade in 3D-drucken kann?! Und beides kann man sogar essen! Der bei der Präsentation eingesetzte 3D-Drucker produzierte zwar nichts dergleichen aber dafür durfte jedes Mädchen von ihnen einen dreidimensionalen, frisch gedruckten, orangefarbenen Gecko mit nach Hause nehmen. Die Mädchen erfuhren dabei realistisch und hautnah, dass Maschinenbautechnik ohne Informatik einfach nicht mehr vorstellbar ist! Die Dozentin Frau Qitaku, wünscht sich sehr, dass sie in Zukunft nicht mehr vor einer Klasse voller junger Männer steht, sondern viele Mädchen ihre Klassen füllen. Diese seien, wie sie meint, „wesentlich motivierter und fleißiger beim Lernen!“ Während einer „Live-Hacking-Show“ erfuhren die Mädchen, welche Sicherheitslücken es gibt und wie man sich vor Hackern schützen kann. Dabei spielen Passwörter eine Rolle, die sogar aus 60 Zeichen bestehen können. „Ob man sich die je wirklich merken kann?“, fragten sich da die Mädchen.

Dagmar Walddobler, Leiterin der GBS Technikerschulen München verabschiedete ihre Gäste mit dem Wunsch, sie bald in einem angebotenem „Schnupperunter-richt“ wiederzusehen. Sie selbst ist bestes Beispiel dafür, dass Frauen in einer sogenannten Männer-Domäne ihre „Frau“ bzw. „Mann“ stehen können. Sie hat in München Maschinenbau studiert und ist jetzt Leiterin der GBS Technikerschulen München.