Saalfeld

Einladung zum Ehemaligentreffen – 25 Jahre Sabel Saalfeld 

17. November 2016

Liebe ehemalige Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Sabel Saalfeld gGmbH,

wir, die jetzigen Schüler der Sabel Schule, organisieren ein Ehemaligentreffen und laden Sie hiermit dazu herzlich ein!

Termin: 03.12.2016, in der Zeit vom 16 bis 20 Uhr

Neben einem gemütlichen Beisammensein ist die Besichtigung des Schulhauses möglich. Auch konzeptionelle Veränderungen über die Jahre wollen wir Ihnen zeigen. Wir möchten Sie bitten, eventuell noch vorhandene Bilder Ihrer Schulzeit bei Sabel an info.saalfeld@sabel.com zu senden und natürlich interessiert uns auch Ihr Werdegang nach dem Verlassen unserer Schule.

Da wir nicht von allen Abgängern unserer Schule aktuelle Anschriften zur Verfügung haben, wäre es schön, wenn Sie diese Einladung an Ihnen bekannte ehemalige Mitschüler weiterleiten würden.

Zur Feinplanung des Treffens würden wir uns über eine Rückmeldung und ggf. Bilder an die obige E-Mail-Adresse unter dem Betreff „Ehemaligentreffen“ bis zum 13.11.2016 freuen.

 

Aktionstag Legasthenie und Dyskalkulie an der Sabel Schule in Saalfeld 

27. Oktober 2016

Am 30. September 2016  fand erstmals bundesweit ein Aktionstag der Legasthenie und Dyskalkulie statt. Ziel ist es, dass künftig alle Schülerinnen und Schüler – bundesweit und flächendeckend – frühzeitig und begabungsgerecht gefördert werden. Und so die Chance erhalten, gesund, erfolgreich und selbstbewusst aufzuwachsen. 

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Die Sabel-Schule beteiligte sich mit vielen Aktionen daran, um Kindern mit einer Legasthenie und Dyskalkulie eine Stimme zu geben. Mit einem „Sorgenfresser-Luftballon“ konnten die Kinder ihre Probleme und Ängste aufschreiben, in den Luftballon stecken und weit weg schicken, um diese loszuwerden. Kinder zeigten interessierten Besuchern wie sie im Fördertraining arbeiten und berichteten von ihren Lernfortschritten. Frau Moritz, Leiterin des Forums Legasthenie, hielt Vorträge vor Eltern, Pädagogen und Studenten zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie.

Die Landesvorsitzende Legasthenie und Dyskalkulie Thüringen e. V., Frau Marquardt, war ebenfalls anwesend und stellte vielfältiges Informationsmaterial zur Verfügung. Sie bedankte sich bei Frau Moritz für die Organisation dieses Aktionstages in Saalfeld.

siehe auch hier

 

Ludwigsstadt: Veränderungen bei der FOS am Rennsteig 

23. März 2016

Schuldirektor Sendl und Bürgermeister Ehrhardt berichten über Verbesserungen

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Hier gehts zum TV-Beitrag von TVO vom 21.03.2016

Im Sommer 2014 berichtet TV Oberfranken über Querelen an der Fachoberschule am Rennsteig in Ludwigsstadt. Die Einrichtung im nördlichen Landkreis Kronach hat mit einer sehr schlechten Abschlussquote zu kämpfen. Nur 5 von 16 Abiturienten bestehen die Prüfung. Die Rede ist von mangelhafter Arbeit der Lehrer, außerdem fehlen viele Schüler immer wieder im Unterricht.

Ein Rückschlag für das ambitionierte Projekt in einer strukturschwachen Region. Doch mittlerweile hat sich einiges getan. Der Träger, die Sabel Bildungsgruppe aus München, hat mit Hubert Sendl einen neuen Schulleiter eingesetzt und der zieht jetzt das erste Mal vor der Presse Bilanz.

 

Für kleine Handwerker: Sabel-Schule Saalfeld kooperiert mit Samag 

24. September 2015

Saalfeld. „Ich finde es cool, was mit den Händen zu machen“, sagt Lukas, „ich bin ein kleiner Handwerker.“ Und Max staunt auf dem Weg durch die Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH zur Lehrwerkstatt über den großen Hallenkran. Die beiden Siebtklässler der Freien Wirtschaftsschule Sabel sind die Ersten, die von der am Donnerstag unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen Samag und Sabel profitieren werden.

Weil die Sabel-Schule Saalfeld als Wirtschaftsschule auch in der technischen Ausbildung Schwerpunkte setzen will, kooperiert sie jetzt mit der Samag – mit Vorteil für beide Seiten.

 

Früher hat der Roboter Teile transportiert, jetzt üben Lehrlinge an ihm Programmieren, erklärt Ausbilder Roland Neuse Lukas (links) und Max. Foto: Sabine Bujack-Biedermann

 

Im Dezember absolvieren sie mit ihren Klassenkameraden einen zweitägigen sogenannten berufspraktischen Unterricht in der Samag. Drei Gruppen von je zehn bis zwölf Schülern lernen in einem Rundgang den Betrieb mit seinen Organisationsabläufen und seinen Berufsfeldern kennen und arbeiten danach in der Lehrwerkstatt.

„Sie müssen, anreißen, feilen, bohren, biegen und montieren, vielleicht auch sägen“, erklärt Ausbilder Roland Neuse die Verfahren, die die Schüler ausprobieren, um eine Baugruppe herzustellen. „Es wird ein nützliches Teil zum Mitnehmen“, sagt der Mann mit dreißigjähriger pädagogischer Erfahrung: Da sehe er, wer eine Begabung für Technik habe.Das ist ein Anliegen dieser Kooperation: Die Schüler werden gezielt in konkrete Berufe eingeführt. Andererseits sei der Samag auch an der Fortsetzung ihrer Tradition eigener Fachkräfteausbildung gelegen, sagt Personalleiterin Simone Stadermann: „Wir haben 1997 mit zwei Lehrlingen angefangen, seither haben wir über hundert junge Leute ausgebildet – inklusive der BA-Studenten.“ Die meisten Nachwuchskräfte sind laut Stadermann auch in der Samag geblieben.Weil nicht alle Sabel-Schüler zukünftige Techniker sind und die Schule ihren erklärten Schwerpunkt im Wirtschaftsbereich setzt, arbeiten die Sabel-Schülerfirmen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zusammen. Für Erfahrungen in sozialen Berufen gebe es gute Kontakte zum DRK, sagt Steffi Kracik, Lehrerin für Rechnungswesen und Betriebswirtschaftslehre. Die Ebene einer solchen vertraglichen Kooperation ist aber für die Sabel-Schule wie für die Samag ein Novum. Je nach den Erträgen auf diesem Neuland schließen beide Seiten nicht aus, das Betriebspraktikum künftig auch für die Acht- und Neuntklässler anzubieten.

Sabine Bujack-Biedermann / 18.09.15 / OTZ

Quelle: http://saalfeld.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/F-252-r-kleine-Handwerker-58-Sabel-Schule-Saalfeld-kooperiert-mit-Samag-2044063129#

 
 
 
 

Kleine Klassen, gutes Schulklima, motivierte Lehrer: Sabel-Schule Saalfeld wächst und feiert 

Saalfeld, 10. Juli 2015

Die private Saalfelder Sabel-Schule will bei den Eltern mit ihren Erfolgen punkten. Am Sonnabend wurde zum Sommerfest geladen.

Sommerfest

Foto: Thomas Spanier

Tanita Petereit aus der 8. Klasse zeigt dem Publikum einen Ausdruckstanz. Jede Klasse leistete mindestens einen Beitrag zum Programm des Sommerfestes.

Saalfeld. Schulleiterin Doreen Hänsel schaut immer mal wieder skeptisch zum Himmel. Seit 2010 ist die an der Schule, seit Februar dieses Jahres als Chefin. Für das Sommerfest sei schwer ein anderer Termin zu finden – zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen, vor den Sommerferien. Am Ende geht ­alles gut, das Wetter hält. Weitgehend.

Die Schule an der Kulm­bacher Straße, die sich bald nach der Wende gegründet hat, hat bereits eine ganze Menge ­privater Bildungseinrichtungen überlebt. Dazu braucht es Ideen, Kreativität und Herzblut, die die Sabelianer immer wieder an den Tag legen.

Vor zwei Jahren begab man sich mit der Unterstufe und einer Mini-Ersten-Klasse auf neues Terrain. Ende August wird man schon zum dritten Mal Erstklässler begrüßen. 17 oder 18 werden es werden. Zwölf davon wurden beim Sommerfest bereits freundlich begrüßt und lernten bei der Gelegenheit ihre künftige Klassenlehrerin Yvonne Rösler – sie wird auch pädagogische Leiterin des Grundschulbereichs – und ihre Horterzieherin kennen.

Ebenfalls neu ist seit wenigen Jahren das Konzept der „Freien Gemeinschaftsschule als Wirtschaftsschule“. Während die „Neuner“ und „Zehner“ noch nach Regelschulregularien lernen und ihre schulische Ausbildung danach zum Teil am Beruflichen Gymnasium fortsetzen, gilt für die fünfte bis achte Klasse bereits das Prinzip der Gemeinschaftsschule, die auf längeres gemeinsames Lernen zielt. Theoretisch können sie bis zum Abitur an der Sabel-Schule zusammen bleiben.

Derzeit werden an der Schule 152 Schüler von etwa 20 Lehrern unterrichtet. Aktuell gibt es keine dritte und vierte Klasse, dafür zwei sechste. Der Rest ist einzügig.

Das Sommerfest wartete mit einem bunten Programm auf der Bühne und verschiedenen Ständen im Hof und im Schulhaus auf. „Alle Klassen haben ihre Stände und Auftritte selbst geplant“, sagt Steffi Kracik, die das Fest organisiert hat und neben ihrer Arbeit als Lehrerin in den Wirtschaftsfächern für das Schulmarketing zuständig ist.

Das Spektrum der Aufführungen reichte von Liedern und Tänzen über Theater und Instrumentalstücke bis zum Zirkus. Vereine aus Saalfeld und Umgebung sowie die Bundeswehr hatten Stände aufgebaut. Ein Anziehungspunkt war das Ponyreiten.

 

Sie sind fertig, sie haben es geschafft. Sabel-Schüler holten sich am Mittwochnachmittag ihre verdienten Zeugnisse ab. 

Saalfeld, 9. Juli 2015

Sowohl die Realschüler als auch die Schüler der Fachschule für Technik kamen zu diesem Anlass in der Schlosskapelle Saalfeld zusammen. Um 15 Uhr waren zunächst die Realschüler dran. Die Schulleiterin der freien Gemeinschaftsschule, Doreen Hänsel, ehrte in diesem Rahmen die Leistungen der besten Schüler. Von den 36 jungen Menschen hatten zwei einen Notendurchschnitt von 1,1: Sabrina Puschner aus der Klasse 10a sowie Kristina Samoila aus der Klasse 10b. Clemens Schlott (10a), ­Adrian Jauche (10b) und Tessa-Maria Wohlfarth (10b) schlossen mit einem Notendurchschnitt von 1,4 ab.

Sowohl die Realschüler als auch die Schüler der Fachschule für Technik kamen zu diesem Anlass in der Schlosskapelle Saalfeld zusammen.

 Sabel Saalfeld

Um 15 Uhr waren zunächst die Realschüler dran. Die Schulleiterin der freien Gemeinschaftsschule, Doreen Hänsel, ehrte in diesem Rahmen die Leistungen der besten Schüler. Von den 36 jungen Menschen hatten zwei einen Notendurchschnitt von 1,1: Sabrina Puschner aus der Klasse 10a sowie Kristina Samoila aus der Klasse 10b. Clemens Schlott (10a), ­Adrian Jauche (10b) und Tessa-Maria Wohlfarth (10b) schlossen mit einem Notendurchschnitt von 1,4 ab.

„Die Klassenlehrer haben sich so verabschiedet, wie es am besten zu ihnen passt“, fiel der Schulleiterin auf. Während Marcel Ohlhorst, Klassenlehrer der 10a, ein Lied gesungen hat, fasste Steffi Kracik ihre Gedanken in Worte.

Eine Rezitation trugen die beiden Schülerinnen aus der Klasse 6a, Marie-Luise Döring und Josephin König, vor. „Das Leben ist eine Chance. Nutze sie“, begannen die Schülerinnen. Traurigkeit überwinden, sich Herausforderungen stellen, Abenteuer wagen, Glück verdienen, Pflicht erfüllen, Wonne kosten, Seligkeit genießen und nicht zuletzt das Leben verteidigen – das gaben sie ihren Vorgängern durch die Worte von Mutter ­Teresa mit auf den Weg für ihre Zukunft.

Gegen 17 Uhr fand die feierliche Zeugnisübergabe der Absolventen der Fachschule für Technik statt. Elf junge Herren erledigten neben Job und teils Familie in der Sabel-Schule ihre Pflicht. Alle elf haben jetzt den Staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Maschinenbau/Maschinenbautechnik, Schwerpunkt Maschinenbau in der Tasche. Nach vier Jahren (Teilzeit) eine verdiente Anerkennung, in der die Schulleiterin die Menschen hinter den Fachschülern kennenlernen konnte.

Oft habe sie bei ihnen an den Satz „Reden ist Silber, schweigen ist Gold“ denken müssen. ­Jeden Freitagabend unterrichtete sie die Herren in Unternehmensführung. Sie saßen schweigend vor ihr. Und verdienten sich damit ihr Gold. „Auch heute sind sie ihrem Motto treu geblieben“, sagte sie. Doch die Fragen eines Schülers, der mit seinem Wissensdurst stets Diskussionen angeregt habe, die fast den Rahmen sprengten, werden ihr ganz besonders fehlen. Den Absolventen wird das Silber fehlen – das Reden der Schulleiterin, denn mit einem Blumengruß verabschiedeten sie sich.

Als Bester wurde in Abwesenheit Chris Nahser ausgezeichnet, der einen Notendurchschnitt von 1,1 erreichte.

 

Sabelschüler und Senioren engagierten sich zum Schüler-Freiwilligentag in zwei Awo-Einrichtungen: im Kindergarten Lutherstraße und im Seniorenheim Rainweg. 

Saalfeld, 8. Juli 2015

Unter dem Motto „Alt und Jung im Ehrenamt“ fand kürzlich ein Schüler-Freiwilligentag im Kindergarten in der Lutherstraße und im Alten- und Pflegeheim im Rainweg statt. In ihrer Freizeit waren Schüler der Sabelschule gemeinsam mit Mitgliedern des Saalfelder Seniorenbeirates im Einsatz.

Saalfeld_Senioren

Sabelschüler während des Schüler-Freiwilligentags im Kindergarten. Foto: Wolfgang Roßberg

Die alten Menschen im Pflegeheim nahmen gern die Begegnung mit jungen Leuten an, vielleicht flammten sogar manche Jugenderinnerungen auf.

Die Kinder im Kindergarten waren mit Begeisterung bei den Spielen mit den jungen Mädchen der Sabelschule dabei. Die Jungen stellten ihr handwerkliches Können gemeinsam mit Mitgliedern des Seniorenbeirates beim Anstrich einer Holzhütte und bei Grünschnittarbeiten unter Beweis. Danach wurden mit den Kindern noch Papierflugzeuge gebastelt. Dies war wohl der Renner bei den Steppkes. Bei guter Stimmung gab es an diesem Nachmittag zwischen „Jung und Alt“ einen regen Gedankenaustausch.

„Die Schüler waren sehr motiviert und haben mit großem Interesse dieses ,Freizeitangebot‘ mit Leben erfüllt“, lobte Wolfgang Roßberg vom Seniorenbeirat. Das hätten auch Teilnehmer geäußert. Zum Ende des Tages wurden dann noch Bratwürste gegrillt, wobei Roßberg „allen Beteiligten in Vorbereitung, Unterstützung und Durchführung dieses gelungenen Schüler-Freiwilligentages sowie allen Aktiven“ dankte.

 

Familienwandertag 

Saalfeld, 29. September 2014

Gemeinsam die Natur erkunden – wir folgen der Einladung der Inselkinder!

Am Samstag den 27. September war es endlich soweit. Voller Vorfreude starteten unsere Grundschüler mit ihren Eltern und Lehrern an einem sonnenreichen Herbsttag zum Gelände der Naturinsel, wo uns die Waldkinder vom DRK-Kindergarten bereits erwarteten. Gemeinsam begaben wir uns auf eine Schnitzeljagd durch den Wald, um das Spielgelände der Inselkinder zu erkunden. Ob an der „Kullerwiese“, dem „Feuerbaum“, dem „Sandplatz“ oder am „Waldsofa“, wir lauschten gespannt den Geschichten, warum die Plätze einst so schöne und phantasievolle Namen bekamen.

Die Kinder tobten, die Erwachsenen unterhielten sich oder tobten fleißig mit, so dass es kein Wunder war, dass gegen Mittag die ersten kleinen und großen Füße schlapp machten.

Der Familienwandertag war ein gelungener Start für eine Kooperation unserer Sabel-Grundschule mit dem DRK-Kindergarten Naturinsel. Weitere gemeinsame Höhepunkte werden bald folgen: die Waldkinder besuchen uns am 04.11. zum Tag der offenen Tür und wir freuen uns darauf, ihnen dann unsere Schule zeigen zu können.

 

Erster Azubi-Speed-Dating-Tag an der Sabel-Schule Saalfeld 

26. September 2014

Bewerbung mit Musik: Der erste Azubi-Speed-Dating-Tag an der Sabel-Gemeinschaftsschule Saalfeld für die Zehntklässler stößt bei Firmenvertretern auf Interesse. Die Schüler wünschen sich einen Fortsetzungstermin.

Nach dem Fachabitur möchte Jonas Kürsten (15) – hier im Gespräch mit Simone Stadermann, der Personalleiterin der Samag Saalfeld GmbH – gern etwas Technisches machen. Doch nicht der Maschinenbaubetrieb oder andere metallverarbeitende oder Kfz-Firmen haben ihn überzeugt, sondern die Tischlerei Hantschel GmbH.

Saalfeld. Einmal in der Verwaltung zu arbeiten, ist der Berufswunsch von Maximilian Hörcher (15). Seit gestern weiß es der Zehntklässler der Sabel-Gemeinschaftsschule Saalfeld genauer: „Sparkasse oder Landratsamt wären toll.“

Über die Ausbildungsangebote und Anforderungen der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt und weiterer 14 Unternehmen der Region konnte sich ­Maximilian am Mittwoch wie die über 30 anderen Schüler der beiden zehnten Klassen dieser Wirtschaftsschule während des ersten Sabel-Speed-Datings zur künftigen Ausbildung informieren. Leitende Vertreter von ­Familienbetrieben der Holzverarbeitung, der Optik und Hörgeräte sowie des Metallbaus saßen da genauso an den Tischen wie Repräsentanten einer Fachoberschule, von großen High-Tech-Unternehmen, Klinik, Krankenkasse und Wohlfahrtsträgern.

„Wir haben bereits zwei Sabel-Schüler als Azubis, und ich habe gute Erfahrungen mit beiden gemacht“, begründet Cordula Wiegand, die Geschäftsführerin der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Saalfeld/Saale mbH (Wobag), ihr Interesse an dieser besonderen Form des Kennenlernens von Ausbildern und künftigen Fachkräften. Dominik Dürrschmid, Werkstattmeister der Andreas Tröger GmbH Saalfeld, verweist auf den demografischen Wandel: „Es wird eng auf dem Ausbildungsmarkt, wer da nicht wirbt, stirbt.“

Deshalb hatte Steffi Kracik, Wirtschaftslehrerin bei Sabel und Organisatorin des Speed-Datings, auch keine Mühe, Firmenvertreter zu gewinnen. Weil pro Dating-Durchgang nur sieben Minuten zur Verfügung ­stehen, um sich zu präsentieren und seine Fragen zu stellen, mussten sich die Schüler gründlich vorbereiten. Erklingt die Musik, ist es für Antworten zu spät, nicht aber für den guten Eindruck, der möglichst bleibt.

Jens Rinneberg, der Vorsitzende des Sabel-Fördervereins und Geschäftsführer eines Planungsbüros, sieht im Azubi-Speed-Dating auch einen Vorteil für die Schule selbst: „Die Schüler üben, sich zu präsentieren, die Unternehmer lernen, auf die Schüler zuzugehen, und die Schule sammelt Erfahrungen, um am Bedarf ausgerichtet zu unterrichten.“ Deswegen soll es im November ein weiteres Treffen zwischen den Firmenvertretern und den Sabel-Pädagogen geben, um das gestrige Projekt auszuwerten.

Adrian Jauche (16) beispielsweise, der schon „ziemlich sicher“ weiß, dass er Bankkaufmann lernen will, lobt trotzdem „die Einblicke in andere Unternehmen und Informationen zur Ausbildung“ durch das Speed-Dating: „Das ist super gut gelaufen, das sollten wir öfter machen.“ Daran wird in der Sabel-Schule gearbeitet, und für einen Wiederholungstermin gibt es laut Kracik bereits weitere Interessenten aus Industrie, Verwaltungen und Service.

 

Neue in der Ersten und Fünften in Saalfelder Sabel-Gesamtschule 

Saalfeld, 3. September 2014

Schuljahresbeginn an der Freien Sabel-Gesamtschule für 160 Mädchen und Jungen in acht Klassenstufen. 200 Eltern fordern sicheren Schulweg und Maßnahmen dafür an der Bundesstraße vor der Schule.

Saalfeld. Der Grundschulteil der Sabel-Gemeinschaftsschule Saalfeld geht in das zweite Jahr und hat zehn neue Schüler. Seit Montag gibt es einen Zweitklässler mehr – und damit elf. Bereits am Samstag wurden die fünf Mädchen und vier Jungen in der ersten Klasse von ihren älteren Schulkameraden begrüßt.

In Deutsch, Mathematik, Englisch sowie Sach- und Heimatkunde lernen die Sabel-Grundschüler klassenweise getrennt, in den anderen Fächern altersgemischt. Dazu gehört auch Schulgartenunterricht, der auf der DRK-Naturinsel auf der Friedenshöhe angeboten wird.
„Lernen am anderen Ort ist uns sehr wichtig“, sagt Frank Kücholl, der Leiter der Gemeinschaftsschule, die derzeit bis zur zehnten Klasse führt, aber perspektivisch neben dem Haupt- oder Realschulabschluss auch das Abitur anbietet. Was bei den Jüngeren der insgesamt etwa 160 Schüler der Naturgarten ist, sind für die Älteren Betriebspraktika, denn die Bildungseinrichtung versteht sich als Wirtschaftsschule. Dazu bietet sie spezielle Fächer an, in denen beispielsweise in der siebten Klasse die Kenntnisse im handwerklichen, im hauswirtschaftlich-sozialen und im kaufmännischen Bereich vertieft werden. Verbunden mit einer Potenzialanalyse durch das BTZ der Handwerkskammer in Rudolstadt sind die Schüler vorbereitet auf die Berufsorientierungspraktika und die eigene Schülerfirma in der neunten Klasse. 16″Schüler haben sich in diesem Schuljahr für den Übertritt in die fünfte Klasse der Wirtschaftsschule entschieden.
„Aus pädagogischer Sicht streben wir Klassenstärken von höchstens 20 Schülern an“, erklärt Kücholl, obgleich die Raumausstattung auch 24 Schüler aufnehmen könnte. Ein derart guter Betreuungsschlüssel hat seinen Preis: 195 Euro pro Monat kostet ein Schulplatz. Allerdings sind damit auch alle inhaltlichen Angebote abgegolten, die die gebundene Ganztagsschule zwischen 8 und 16 Uhr unterbreitet. „Tanzkurs, Puppenworkshop, Tischtennis, Medien-AG“, zählt Steffi Kracik, Lehrerin für Rechnungswesen und Betriebswirtschaftslehre, nur einiges auf. Dazu kommen Wahlfächer wie Textverarbeitung oder die Vorbereitung auf die IHK-Prüfung im Zehn-Finger-Schreiben.

„Am Schulgeld ist es noch nie gescheitert, ein Kind aufzunehmen“, verweist Kücholl auf Fördermöglichkeiten. Das bestätigt Elternsprecherin Heike Stieler-Samoila. Inzwischen geht auch ihre zweite Tochter auf der Sabel-Schule, nachdem die große hier nicht nur ihre Lernschwierigkeiten überwand, sondern auch den Realschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,7 hinlegte. „Hier stimmt das Lernumfeld“, sagt sie.

Zumindest das Umfeld, das die Schule beeinflussen kann. Derzeit bringen die Schüler Ideen ein, wie im Schulhaus Ruhezonen gestaltet werden sollen, auf dem Schulhof werden Basketballkörbe angebracht, finanziert aus Überschüssen der Schülerfirma, es gibt einen neuen Anbieter fürs Schulessen, Schwimmunterricht wurde eingeführt, der nächste Themenelternabend, der über konkrete Erziehungsfragen informiert, ist in Vorbereitung, in drei Wochen wird der erste Azubi-Speed-Dating-Tag für die 38 Zehntklässler angeboten.

Und was die Schule zusammen mit Schülern und Eltern nicht selbst gestalten kann, dazu werden Verbündete gesucht. Gerade haben die Eltern einen erneuten Vorstoß unternommen, um den Schulweg sicherer zu gestalten. Mehr als 200 Väter und Mütter unterschrieben die Forderung nach einer Verkehrsinsel vor der Schule oder einem Fußgängerüberweg, nach einer Zone mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf der vielbefahrenen Bundesstraße, die in der Nähe der Bushaltestelle überdies durch eine Kurve unübersichtlich ist. „Aus unserer Sicht muss da reagiert werden“, unterstützt Bürgermeister Matthias Graul (parteilos) das Elternbegehren, das er mit einem unterstützenden Brief an das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt weitergab.

Sabine Bujack-Biedermann / 03.09.14 / OTZ