Aktuelles

Einladung zum Ehemaligentreffen – 25 Jahre Sabel Saalfeld 

17. November 2016

Liebe ehemalige Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Sabel Saalfeld gGmbH,

wir, die jetzigen Schüler der Sabel Schule, organisieren ein Ehemaligentreffen und laden Sie hiermit dazu herzlich ein!

Termin: 03.12.2016, in der Zeit vom 16 bis 20 Uhr

Neben einem gemütlichen Beisammensein ist die Besichtigung des Schulhauses möglich. Auch konzeptionelle Veränderungen über die Jahre wollen wir Ihnen zeigen. Wir möchten Sie bitten, eventuell noch vorhandene Bilder Ihrer Schulzeit bei Sabel an info.saalfeld@sabel.com zu senden und natürlich interessiert uns auch Ihr Werdegang nach dem Verlassen unserer Schule.

Da wir nicht von allen Abgängern unserer Schule aktuelle Anschriften zur Verfügung haben, wäre es schön, wenn Sie diese Einladung an Ihnen bekannte ehemalige Mitschüler weiterleiten würden.

Zur Feinplanung des Treffens würden wir uns über eine Rückmeldung und ggf. Bilder an die obige E-Mail-Adresse unter dem Betreff „Ehemaligentreffen“ bis zum 13.11.2016 freuen.

 

Aktionstag Legasthenie und Dyskalkulie an der Sabel Schule in Saalfeld 

27. Oktober 2016

Am 30. September 2016  fand erstmals bundesweit ein Aktionstag der Legasthenie und Dyskalkulie statt. Ziel ist es, dass künftig alle Schülerinnen und Schüler – bundesweit und flächendeckend – frühzeitig und begabungsgerecht gefördert werden. Und so die Chance erhalten, gesund, erfolgreich und selbstbewusst aufzuwachsen. 

1 2

Die Sabel-Schule beteiligte sich mit vielen Aktionen daran, um Kindern mit einer Legasthenie und Dyskalkulie eine Stimme zu geben. Mit einem „Sorgenfresser-Luftballon“ konnten die Kinder ihre Probleme und Ängste aufschreiben, in den Luftballon stecken und weit weg schicken, um diese loszuwerden. Kinder zeigten interessierten Besuchern wie sie im Fördertraining arbeiten und berichteten von ihren Lernfortschritten. Frau Moritz, Leiterin des Forums Legasthenie, hielt Vorträge vor Eltern, Pädagogen und Studenten zum Thema Legasthenie und Dyskalkulie.

Die Landesvorsitzende Legasthenie und Dyskalkulie Thüringen e. V., Frau Marquardt, war ebenfalls anwesend und stellte vielfältiges Informationsmaterial zur Verfügung. Sie bedankte sich bei Frau Moritz für die Organisation dieses Aktionstages in Saalfeld.

siehe auch hier

 

Ludwigsstadt: Veränderungen bei der FOS am Rennsteig 

23. März 2016

Schuldirektor Sendl und Bürgermeister Ehrhardt berichten über Verbesserungen

Bildschirmfoto 2016-03-23 um 11.04.04

Hier gehts zum TV-Beitrag von TVO vom 21.03.2016

Im Sommer 2014 berichtet TV Oberfranken über Querelen an der Fachoberschule am Rennsteig in Ludwigsstadt. Die Einrichtung im nördlichen Landkreis Kronach hat mit einer sehr schlechten Abschlussquote zu kämpfen. Nur 5 von 16 Abiturienten bestehen die Prüfung. Die Rede ist von mangelhafter Arbeit der Lehrer, außerdem fehlen viele Schüler immer wieder im Unterricht.

Ein Rückschlag für das ambitionierte Projekt in einer strukturschwachen Region. Doch mittlerweile hat sich einiges getan. Der Träger, die Sabel Bildungsgruppe aus München, hat mit Hubert Sendl einen neuen Schulleiter eingesetzt und der zieht jetzt das erste Mal vor der Presse Bilanz.

 

Am 6. April starten bei Sabel die Einstufungstests 

18. März 2016

Sabel erhält Zulassung für die Durchführung von Integrationskursen gefördert vom BAMF

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat private und öffentliche Träger mit der Durchführung von Integrationskursen beauftragt. Nachdem die Sabel Schulen in jüngster Vergangenheit bereits acht Sprach- und Integrationskurse für 160 Flüchtlinge erfolgreich durchgeführt haben, erhielten sie nun die offizielle Zulassung als Integrationskursträger.

Alle Teilnehmer müssen vor Beginn des Kurses einen Einstufungstest absolvieren. Damit wird ein einigermaßen gleiches Lernniveau in den Klassen gesichert. Ziel ist es, die Teilnehmer gut auf die Prüfungen Deutsch Niveaustufe von A1 – B1 vorzubereiten.

Sabel startet den erste Einstufungstest am

Mittwoch, 6. April 2016

Termin 1: 09:00 Uhr
Termin 2: 11:00 Uhr
Termin 3: 13:00 Uhr

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter Telefon 089 539805-0 oder per Mail info@sabel.com. Teilnehmen können nur Personen mit einem Berechtigungsschein, den das BAMF ausstellt (siehe Hinweis unten).

In den Kursen der Stufe A wird die Sprachbasis erworben.

In den Kursen der Stufe B erlernen die Teilnehmer das selbstständige und sichere Kommunizieren.

Der Sprachunterricht besteht aus 600 Unterrichtseinheiten, der Orientierungskurs aus 60 Unterrichtseinheiten.

Der Integrationskurs schließt mit dem „Deutsch-Test für Zuwanderer“ (DTZ) ab, der Orientierungskurs mit dem Test „Leben in Deutschland“ (LiD). Wenn beide Kurse erfolgreich absolviert werden, erhält der Teilnehmer das „Zertifikat Integrationskurs“.

Doch es wird auch auf besondere Umstände Rücksicht genommen, indem man die Unterrichtseinheiten auf 960 Unterrichtseinheiten bei besonderen Bedürfnissen verlängern kann, wie bei Alphabetisierung; aber auch Verkürzen für besonders schnell Lernende ist möglich.

————————————————

Hinweis zum Erwerb „Berechtigungsschein“ Einstufungstest/ Integrationskurs

Den Antrag muss bei der zuständigen Regionalstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge eingereicht werden. Welche Regionalstelle des Bundesamts zuständig ist, kann man beim Kursträger oder über die Suchfunktion „Regionalstellen“ erfahren.

Download Formular „Berechtigungsschein“

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationskurse/Kursteilnehmer/AntraegeAlle/630-007_antrag-zulassung-integrationskurs-ausl_pdf.html?nn=4261610

 

Was heißt „happy“ auf Deutsch – Vom Deutsch- und Integrationskurs hinein in die Arbeitswelt 

Seit sechs Monaten lebt Amin G. in Deutschland. Er ist zwar erst 18 Jahre alt, wirkt aber älter, was sicherlich mit seinem zurückhaltenden aber überaus freundlichem Wesen zu tun hat. Amin kommt aus Afghanistan und hat nur einen einzigen Wunsch, nämlich wieder in seinem Beruf als Automechaniker arbeiten zu dürfen. Um das zu erreichen, war es für ihn als erstes sehr wichtig, die deutsche Sprache zu erlernen. Was ihm nicht schwer fällt. Er ist sprachbegabt, spricht fließend Türkisch, nicht ganz so gut Bulgarisch und Englisch. Besonders aufgefallen ist er der ehrenamtlichen Helferin Eva Petschko. Sie beobachtete ihn, wie er regelmäßig bei ihr erschien, um bei ihr die ersten Sätze auf Deutsch zu lernen. In Erinnerung war ihr ein Moment, als er sie fragte: „Was heißt happy auf Deutsch“. Und er dann den Satz ständig mit einem strahlenden Gesicht wiederholte: „Ich bin glücklich“. „Er war quasi für mich ein „Selbstläufer“ und einer der wenigen im damaligen Erstaufnahmelager in Markt Indersdorf, der immer da war, wenn es ums Lernen ging.“, so Petschko. 

IMG_6477Drei Monate lang lernte er an der Münchner Sabel Schule Deutsch und beendete den Kurs erfolgreich mit dem Niveau A1. So schnell wie möglich möchte er den Folgekurs im April besuchen. Doch zuvor gilt es, weil er aus Afghanistan kommt, manche bürokratische Hürde zu überwinden. Eine dieser Hürden stellte sich bereits beim Besuch des Deutschkurses ein, als es hieß, Teilnehmer aus Afghanistan erhalten keine finanzielle Unterstützung. Kurz gesagt: Der Kurs wird ihnen nicht bezahlt. Doch er fand jemanden mit einem großen Herz, der ihm den Kurs aus eigener Tasche finanzierte. „Mit dieser niederschmetternden Nachricht konnte ich ihn in diesem Moment doch nicht alleine lassen.“, so der großzügige Sponsor, der namentlich nicht genannt werden möchte. Und Amin hatte noch mehr Glück! Auf dem Aktionstag der Sabel Schulen, wo über 50 Firmen sich mit ihren Ausbildungsberufen vorstellten, traf er Mitarbeiter der Firma „Automobilforum Kuttendreier GmbH“, die ihm ein sechswöchiges Praktikum in ihren Werkstätten als Kfz-Mechatroniker anboten, da er ja bereits drei Jahre Berufserfahrung als Automechaniker hatte. Jutta Schnitzerling, Leiterin der Deutsch- und Integrationskurse an der Sabel Schule, freute sich ebenso für ihren Schützling. Umgehend setzte sie sich mit der Ausländerbehörde und deIMG_6476r Agentur für Arbeit in Verbindung, um die notwendige Genehmigung für Amin zu erhalten. Es klappte. Gleich am darauffolgenden Montag durfte Amin sein Praktikum beginnen. Jetzt lernt er eine Menge dazu, denn als Mechatroniker muss man nicht nur den Schraubenschlüssel in die Hand nehmen sondern viel über Elektronik und Bordcomputer wissen. Werkstattleiter Josef Dietz und sein Kollege Frank Westermeier sind von seinem Lerneifer begeistert. „Ich würde ihn vom Fleck weg sofort einstellen“, so Westermeier. „Er ist hilfsbereit, freundlich und immer wieder für Neues aufgeschlossen.“ Ein besseres Kompliment gibt es nicht. Schließlich hatte sich Amin vorher nur mit Toyotas, Fiats und Daimler-Autos befasst und jetzt ist es die Marke Ford. Doch der Werkstattleiter beruhigt, „so viele Unterschiede gibt es da nicht – Auto ist Auto.“ Amin sieht das genau so.

 

 

Beitrag Radio EINS zum Pressegespräch am 08.03.2016 

14. März 2016

Der Radiobeitrag zum Anhören

 

Pressegespräch zur aktuellen Situation der Fachoberschule am Rennsteig 

Ludwigsstadt. Die Fachoberschule am Rennsteig

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wirtschaftsbetriebe, Akteuren der thüringisch-fränkischen Rennsteigregion, des Landkreises Kronach und des Vereins Rennsteigregion im Frankenwald e.V. haben im Jahr 2011 die private Fachoberschule am Rennsteig in Ludwigsstadt gegründet. Nach langer Vorbereitung und Diskussion hat man sich auf den für die Region passenden Schultyp festgelegt.

Motivation war und ist, dass die Wirtschaftsbetriebe dem Fachkräftemangel und dem demographischen Wandel entgegenwirken wollen. Also junge Menschen im Landkreis halten und im besten Fall junge Menschen für die Region zu gewinnen. Den jungen Menschen soll hiermit eine wohnortnahe Möglichkeit der Weiterqualifizierung ermöglicht werden.

Alleine schon die Finanzierung der Schule macht klar, dass es die Schule für die Region und des Landkreises Kronach ist und somit nicht nur Schule im herkömmlichen Sinne ist, sondern ein Hoffnungsträger für eine ganze Region.

 

FOS am Rennsteig – heute

Im Gegensatz zu dem desaströsen Ergebnis der Auswertung der Fachabiturprüfungsergebnisse 2014, als nur fünf von 16 Absolventen die Prüfung bestanden, hatten bereits ein Jahr später 13 von 20 angetretenen Schülern das Abitur bestanden. Für die kommenden Abschlussprüfungen erwarten wir für 2016 ähnliche Ergebnisse. Im aktuellen Schuljahr 2015/2016 hat die FOS am Rennsteig insgesamt 4 Klassen. Davon zwei 11. Klassen mit 6 Schülern auf dem Wirtschafts- und 9 Schülern im Technikzweig. Zwei 12. Klassen machen dieses Jahr das Fachabitur davon 9 Schüler im Wirtschafts- und 6 Schüler im Technikzweig. Neun Lehrkräfte sind im Einsatz und garantieren einen zielgerichteten und intensiven Unterricht in überschaubaren Klassen.

 

Maßnahmen der Fachoberschule am Rennsteig

Neue Schulleitung

Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 übernahm Herr Hubert Sendl (65) aus München die Schulleitung der Fachoberschule am Rennsteig.

Sendl verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Lehrkraft (sowohl im kommunalen als auch im privaten Schuldienst) und war u.a. langjähriger Vertrauenslehrer der Wirtschaftsschule in München und zuletzt als stellvertretender Schulleiter der Privaten Sabel Fachoberschule in München tätig. Er baute die Wirtschafts- und Fachoberschule in München erfolgreich mit auf, deren aktuelle Bestehensquote von ca. 75% (überdurchschnittlich) ist.

 

Austausch von Lehrpersonal – Qualitätssicherung

Als Konsequenz aus den damaligen Prüfungsergebnissen wurden einige Lehrkräfte nicht mehr in der Fachoberschule am Rennsteig eingesetzt bzw. ausgetauscht.

Der neue Schulleiter Hubert Sendl besucht vermehrt und regelmäßig den Unterricht. Das interne Prüfungsniveau wurde signifikant angehoben.

 

Wesentlich engere Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten

Um erfolgreich arbeiten zu können, sind wir als Schule auch immer auf die Unterstützung der Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten angewiesen. Die neue Schulleitung führt regelmäßig Elternabende durch, damit sich alle Eltern zu jedem Zeitpunkt auf demselben Informationsstand befinden. Hier werden sowohl positive als auch negative Sachverhalte besprochen.

Ein enger Kontakt zwischen Eltern und Schule zumeist in Form von Gesprächen oder schriftlichen Informationen an die Erziehungsberechtigten ist uns wichtig und steht nach wie vor im Fokus unserer Arbeit.

Es fanden und finden sog. „Lernstandsgespräche“ zwischen Schüler, Eltern und dem jeweiligen Klassenleiter bzw. Fachlehrer statt, aus welchen hervorgeht, wie der/die SchülerIn seine/ihre Leistungen im Hinblick auf das Bestehen der Fachabiturprüfungen einzuschätzen hat.

  

Enge Abstimmung zwischen der Schulleitung und der MB-Dienststelle sowie der prüfenden Schule

Mit der MB-Dienststelle Nord arbeitet die Schulleitung vertrauensvoll zusammen. Dabei spielen das persönliche Gespräch bzw. die persönliche Abstimmung in schulischen Belangen eine wichtige Rolle.

  

Klare Regeln –Zusatzunterricht

Intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Förderverein

Die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbetrieben, Institutionen und Verwaltungen im Bereich der fachpraktischen Ausbildung funktioniert vorbildlich. Es finden regelmäßige Projektgruppensitzungen statt, deren Ergebnisse sich positiv im Schulalltag niederschlagen.

 

In Planung – Orientierungskurse

 Die FOS Ludwigsstadt plant Orientierungskurse für junge Menschen nach der mittleren Reife. Sie bereiten auf die FOS in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik, BWR und Physik. Zusätzlich liegt der Fokus auf individuelle Beratung und eine bezahlte Probearbeit in den Unternehmen als perfekte Vorbereitung auf die Lehre.

Ludwigsstadt, 08.03.16

 

 

 

Verkaufspsychologie – Der Mensch im Mittelpunkt 

25. November 2015

Die einen sagen der Onlinehandel ist das Modell der Zukunft, andere meinen den Einzelhandel wird es immer geben.
Unser Einkaufsverhalten hat sich geändert und ändert sich stetig, dies verändert unsere Umwelt, aber auch uns. Die Beschleunigung in unserem Leben führt zu einem anderen Kaufverhalten. Betrachtet man die Zahlen könnte man meinen den Klicks gehört die Zukunft.

Gewinner scheinen die großen Versandhändler, allen voran Amazon, zu sein. Doch deshalb in eine Entweder–Oder-Logik zu gehen, wäre falsch. Warum sollte sich der Einzelhandel das Internet nicht nutzbar machen?
Auch immer mehr Handwerksbetriebe finden über eine eigene Webseite Kunden und generieren über die Internetseite Aufträge und Umsatz. Hier findet ein Wandel statt.

klicken Sie hier, um den ganzen Beitrag zu lesen (PDF)

Artikel aus „Mein BDS“- Verbandszeitschrift „Bund der Selbstständigen“ – Ausgabe 4, 2015

 

Für kleine Handwerker: Sabel-Schule Saalfeld kooperiert mit Samag 

24. September 2015

Saalfeld. „Ich finde es cool, was mit den Händen zu machen“, sagt Lukas, „ich bin ein kleiner Handwerker.“ Und Max staunt auf dem Weg durch die Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH zur Lehrwerkstatt über den großen Hallenkran. Die beiden Siebtklässler der Freien Wirtschaftsschule Sabel sind die Ersten, die von der am Donnerstag unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen Samag und Sabel profitieren werden.

Weil die Sabel-Schule Saalfeld als Wirtschaftsschule auch in der technischen Ausbildung Schwerpunkte setzen will, kooperiert sie jetzt mit der Samag – mit Vorteil für beide Seiten.

 

Früher hat der Roboter Teile transportiert, jetzt üben Lehrlinge an ihm Programmieren, erklärt Ausbilder Roland Neuse Lukas (links) und Max. Foto: Sabine Bujack-Biedermann

 

Im Dezember absolvieren sie mit ihren Klassenkameraden einen zweitägigen sogenannten berufspraktischen Unterricht in der Samag. Drei Gruppen von je zehn bis zwölf Schülern lernen in einem Rundgang den Betrieb mit seinen Organisationsabläufen und seinen Berufsfeldern kennen und arbeiten danach in der Lehrwerkstatt.

„Sie müssen, anreißen, feilen, bohren, biegen und montieren, vielleicht auch sägen“, erklärt Ausbilder Roland Neuse die Verfahren, die die Schüler ausprobieren, um eine Baugruppe herzustellen. „Es wird ein nützliches Teil zum Mitnehmen“, sagt der Mann mit dreißigjähriger pädagogischer Erfahrung: Da sehe er, wer eine Begabung für Technik habe.Das ist ein Anliegen dieser Kooperation: Die Schüler werden gezielt in konkrete Berufe eingeführt. Andererseits sei der Samag auch an der Fortsetzung ihrer Tradition eigener Fachkräfteausbildung gelegen, sagt Personalleiterin Simone Stadermann: „Wir haben 1997 mit zwei Lehrlingen angefangen, seither haben wir über hundert junge Leute ausgebildet – inklusive der BA-Studenten.“ Die meisten Nachwuchskräfte sind laut Stadermann auch in der Samag geblieben.Weil nicht alle Sabel-Schüler zukünftige Techniker sind und die Schule ihren erklärten Schwerpunkt im Wirtschaftsbereich setzt, arbeiten die Sabel-Schülerfirmen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zusammen. Für Erfahrungen in sozialen Berufen gebe es gute Kontakte zum DRK, sagt Steffi Kracik, Lehrerin für Rechnungswesen und Betriebswirtschaftslehre. Die Ebene einer solchen vertraglichen Kooperation ist aber für die Sabel-Schule wie für die Samag ein Novum. Je nach den Erträgen auf diesem Neuland schließen beide Seiten nicht aus, das Betriebspraktikum künftig auch für die Acht- und Neuntklässler anzubieten.

Sabine Bujack-Biedermann / 18.09.15 / OTZ

Quelle: http://saalfeld.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/F-252-r-kleine-Handwerker-58-Sabel-Schule-Saalfeld-kooperiert-mit-Samag-2044063129#

 
 
 
 

Mehr Wirtschaft in die Schule
Karriereplanung mit der Bayerischen Wirtschaftsschule 

12. August 2015

Die Öffentlichkeit nimmt die Wirtschaftsschule meistens so wahr, als dass sie für Schulartenwechsler ein Weg zur mittleren Reife oder eine Art „Rettungsanker “für Schüler ist, die bereits eine Odyssee in Mittelschule, Realschule oder Gymnasium hinter sich haben. Allerdings wird dieses Bild der Realität in keiner Weise gerecht.

Wegen ihres hohen Praxisbezuges stehen ihre Absolventen bei den Unternehmen hoch im Kurs. Ihre Berufsaussichten sind gut. Rund 85 Prozent laut Direktorenvereinigung der Bayerischen Wirtschaftsschulen kamen in ihrem Wunschberuf unter. Wirtschaftsschüler brechen kaum die Lehre ab. Die Abbruchquote liegt bei zwei Prozent also weit unter Durchschnitt.

Der Abschluss der Wirtschaftsschule ist gleichwertig mit der Mittleren Reife, die Absolventen der Realschule verliehen bekommen. Auch sie haben im Anschluss alle Chancen nicht nur einen Beruf zu erlernen, sondern das Fachabitur an der FOS oder später an der BOS abzulegen. Erst kürzlich entfachte eine Schülerin in den sozialen Netzwerken und Medien eine große Debatte darüber, dass sie in der Schule zu viel „Theoretisches“ und zu wenig „Nützliches“ lerne. „Nützliches“ lernt man auf der Wirtschaftsschule ohne Frage, zumal seit dem Schuljahr 2014/15 der neue LehrplanPlus eingeführt wurde.

Neben den normalen Standardfächern wie Deutsch, Englisch, Mathematik ist eines der kaufmännisch ausgerichteten Fächer das Fach „Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle“. Es befasst sich mit Themen wie „als Privatverbraucher wirtschaftlich handeln“, „mit Geld verantwortlich umgehen“, „Kaufverträge abschließen“. In zusätzlichen Projekten, wie es beispielsweise die Sabel Wirtschaftsschule mit dem NFTE-Projekt (Network for Teaching Entrepreneurship) anbietet, können Schüler und Schülerinnen eigene Geschäftsideen entwickeln, einen Businessplan erstellen und deren praktische Umsetzung ausprobieren.

Nicht ohne Stolz betont der Schulleiter der Sabel Wirtschaftsschulen, Dr. Sebastian Schmitter: „Wer unsere Schule erfolgreich verlässt, hat nicht nur den Grundstock gelegt, um im späteren Berufsweg weit voran zu kommen, sondern kennt sich bereits bestens in den jeweiligen Unternehmensstrukturen aus. Ein elementarer Vorteil, wenn man seine Berufsausbildung startet.“ „Es ist auch kein Zufall“, so Schmitter „dass die spätere Ausbildungszeit um bis zu einem Jahr verkürzt werden kann, wenn man zum Beispiel das Fach „Übungsunternehmen“ belegt hat.

Der neue LehrplanPlus trat zunächst in den 7. Klassen in Kraft. Die Lehrpläne sind kompetenzorientiert ausgerichtet. Der Schüler wird viel stärker in die Verantwortung genommen und ist Teil des gesamten Lernprozesses. Der Lehrer vermittelt nicht mehr nur kognitives Fachwissen, sondern erarbeitet Lösungswege zusammen mit den Schülern. Als Folge können andere Kompetenzen der Schüler mit in das Bewertungsbild aufgenommen werden, wie zum Beispiel die Beurteilung darüber, wie jemand in einer Arbeitsgruppe seine Ideen mit eingebracht hat oder anderen Schülern beim Lernprozess behilflich sein konnte. Die Selbstkompetenz, soziale Kompetenz oder Methodenkompetenz stellen demnach einen ebenso großen Faktor dar wie die reine Wissenskompetenz.

Gleichwohl werden Wirtschaftsschulen in Bayern immer wieder neu auf den Prüfstand gestellt, wenn Schüler den bequemen Weg über die Mittelschule wählen, um dort den Mittleren Bildungsabschluss zu absolvieren. „Vergleichen kann man die beiden unterschiedlichen Ansätze jedoch nicht unbedingt“, so Schmitter, „da die Vorbereitung auf die Berufspraxis bei uns sicherlich einen weitaus größeren Schwerpunkt erfährt. Jugendliche, die eher praxisorientiert lernen und arbeiten möchten, für diese ist die Wirtschaftsschule genau das Richtige“.