Die GBS-Gemeinnützige Gesellschaft mbH für berufsbildende Schulen München ist seit 1987 eine hundertprozentige Tochter der Stiftung Sabel. Gegründet wurde die GBS jedoch 1971 als selbständiges Unternehmen, das von Anfang an nicht gewinnorientiert, sondern gemeinnützig war. Gründungsgesellschafter waren die Herren Dipl.-Hdl. Dr. Alfred Häusler und Dipl.-Chem. Peter Reiche, die auch die Funktionsstellen als Schulleiter und Stellvertreter des Schulleiters der PTM-Private Technikerschule München und der FPB-Fachschule für praktische Betriebswirtschaft München übernahmen.
Der Gründungsgeschäftsführer der GBS, Herr Dipl.-Kfm. Dr. Ingo Hartwig übernahm schon 1972 Geschäftsanteile der GBS, die er bis zur Übergabe an die Stiftung Sabel hielt. Weitere Gesellschafter wurden Dipl.-Kfm. Heinz H. Strey, der ab 01-05-1972 die Schulleitung der FPB, später GBS-Fachschule für Betriebswirtschaft München, übernahm, und Frau Lieselotte Schmirber, die als Geschäftsleitungs-Assistentin tätig war. Nach dem Ausscheiden von Herrn Dr.Häusler 1976 und Herrn Reiche 1977 mußten die drei Gesellschafter Dr. Hartwig, Schmirber und Strey die GBS, oft unter Gefährdung ihrer privaten Vermögen, durch turbulente und unberechenbare Zeiten führen.
1969 wurde die Große Koalition unter dem Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und dem Vize-Kanzler Willy Brandt gebildet. Eines der großen gesetzgeberischen Vorhaben war das Arbeitsförderungsgesetz-AFG, das eine vorausschauende Arbeitsmarktpolitik ermöglichen sollte. Nicht mehr Arbeitslosigkeit verwalten und bezahlen, war der gedankliche Ansatz, sondern Arbeitslosigkeit vermeiden durch rechtzeitige Bildungsmaßnahmen, die Anpassung an geänderte Anforderungen des Arbeitsmarkts ermöglichen sollte. Die Zahlung von Arbeitslosengeld sollte nur noch der seltene Fall einer nicht rechtzeitig erfolgten Qualifizierung sein.
Aus heutiger Sicht erscheinen die damaligen Konditionen, die immerhin von beiden großen Volksparteien getragen worden sind, fast paradiesisch: 90% der zuletzt bezogenen Netto-Bezüge als Lohnersatzleistungen und volle Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren.
Natürlich, und auch wegen der Aufbruchsstimmung, die 1969 und 1972 ( Bildung der sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt ) durch die Bundesrepublik Deutschland ging, explodierten die Teilnehmerzahlen, aber auch die Kosten.
1972 versuchten die GBS-Fachschule für Techniker München, die aus der PTM hervorgegangen war, und die GBS-Fachschule für Betriebswirtschaft, die Nachfolgerin der FPB war, die Ströme an Fortbildungsbewerbern zu „beschulen“, wie der (wenig schöne) Fachausdruck lautet.
1969 wurde die Große Koalition unter dem Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und dem Vize-Kanzler Willy Brandt gebildet. Eines der großen gesetzgeberischen Vorhaben war das Arbeitsförderungsgesetz-AFG, das eine vorausschauende Arbeitsmarktpolitik ermöglichen sollte. Nicht mehr Arbeitslosigkeit verwalten und bezahlen, war der gedankliche Ansatz, sondern Arbeitslosigkeit vermeiden durch rechtzeitige Bildungsmaßnahmen, die Anpassung an geänderte Anforderungen des Arbeitsmarkts ermöglichen sollte. Die Zahlung von Arbeitslosengeld sollte nur noch der seltene Fall einer nicht rechtzeitig erfolgten Qualifizierung sein.
Aus heutiger Sicht erscheinen die damaligen Konditionen, die immerhin von beiden großen Volksparteien getragen worden sind, fast paradiesisch: 90% der zuletzt bezogenen Netto-Bezüge als Lohnersatzleistungen und volle Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren.
Natürlich, und auch wegen der Aufbruchsstimmung, die 1969 und 1972 ( Bildung der sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt ) durch die Bundesrepublik Deutschland ging, explodierten die Teilnehmerzahlen, aber auch die Kosten.
1972 versuchten die GBS-Fachschule für Techniker München, die aus der PTM hervorgegangen war, und die GBS-Fachschule für Betriebswirtschaft, die Nachfolgerin der FPB war, die Ströme an Fortbildungsbewerbern zu „beschulen“, wie der (wenig schöne) Fachausdruck lautet.
1977 erfolgte die staatliche Anerkennung der Fachrichtung Elektrotechnik.
1977 war jedoch auch ein „schlimmes“ Jahr. Die Bundesregierung unter dem Bundeskanzler Helmut Schmidt zog die finanzielle „Notbremse“ , und nahm mit dem Haushaltsstrukturgesetz drastische Einschnitte in die Arbeitsförderung vor. Fast über Nacht wurden nur noch 58% bzw. 68% des Nettoeinkommens bezuschusst, und das Schulgeld nur noch mit 2 DM pro Unterrichtstunde ersetzt. Dramatische Rückgänge der Teilnehmerzahlen waren die Folge. Bei der GBS München stürzten die Teilnehmerzahlen von bisher über 1000 Studierenden auf gerade noch 175 Studierende. Im ganzen Bundesgebiet mussten Bildungsträger schließen.
Die GBS München nahm den Kampf auf: Schon 1977 wurden 24 Bildungsgänge konzipiert, von denen allerdings nur die Umschulung zum technischen Zeichner Elektro realisiert werden konnte. 1978 wurden der Bildungsgang zum Immobilienwirt (GBS), nach zweijähriger Vorlaufzeit umgesetzt. Die einschlägigen Fachverbände, die heute diesen Bildungsgang als „ihren“ Bildungsgang verstehen, standen zunächst abseits.
1978 wurden auch die ADA-Lehrgänge für die GBS- Fachschule für Techniker, die GBS-Fachakademie für Wirtschaft und die GBS-Lehrgänge konzipiert und umgesetzt.
1979 erhielt die GBS-Fachakademie für Wirtschaft München unter der Leitung von Fachakademiedirektor Strey die staatliche Anerkennung. Damit durfte auch die GBS-Fachakademie Zeugnisse erteilen, die die gleichen Berechtigungen verleihen, wie die Zeugnisse staatlicher Schulen.
1979 und 1980 entstanden die Konzeptionen einer ganzen Familie von Mikroprozessoren- Lehrgängen, die auch umgesetzt werden konnten. 1980 und 1981 wurde auch die Umschulung zum Datenverarbeitungskaufmann entwickelt und realisiert.
1982 und 1983 wurden die CNC-Lehrgänge mit IHK-Zertifikat erstmalig durchgeführt. Auch der Fachmann für Mikroprozessor-Technik und der PC-Workshop wurden erstmalig angeboten.
1984 wurden erstmalig CAD-Lehrgänge konzipiert und angeboten. Hard- und Software waren kaum vorhanden, und soweit verfügbar sehr teuer.
1985 wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und Professor Nemetschek erstmalig ein Lehrgang „EDV für Bau-Ingenieure“ entwickelt und angeboten, damals absolutes Neuland. Es gab damals in der gesamten Bundesrepublik nur zwei Anbieter, die volumen-orientiertes 3D-CAD anbieten konnten.
1985 wurde auch in anderen Gebieten Neuland beschritten: Der Fachmann für Steuerungstechnik, erstmalig mit IHK-Zertifikat, und der Lehrgang EDV-Zusatzwissen, ebenfalls erstmalig mit IHK-Zertifikat, wurden entwickelt, angeboten und durchgeführt
1986 zogen die GBS-Schulen von der Arabellastraße in die Elisenstraße als Zwischenunterbringung bis zum Einzug in die Schwanthalerstraße 55. Die Bayerische Staatsregierung unter dem Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß hatte den Euro-Fighter nach München geholt, die GBS musste als (zufälliger) Nachbar der Pannavia, dem deutschen Partner des Euro-Fighter, weichen. Es klingt unwahrscheinlich, aber in zwei Monaten mussten 4000 qm Unterrichtsfläche gesucht, genehmigt, umgebaut und bezogen werden. Nicht genug, parallel musste der endgültige Standort in der Schwanthalerstraße 55 in einem Jahr komplett umgeplant, genehmigt, umgebaut und bezogen werden.
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